Die Europäische Kommission hat ihre Absicht angekündigt, Einwegplastiktüten zu verbieten. Frankreich hat seinen Verbrauch bereits deutlich reduziert.
Le Parisien, 19.05.2011
Könnte die Europäische Union Plastiktüten verbieten oder eine Steuer darauf einführen, da die überwiegende Mehrheit im Meer landet?
Umweltkommissar Janez Potocnik erklärte, er befasse sich mit dem Thema. „Ein Vorschlag wird in Kürze vorgelegt. Vor fünfzig Jahren verwendeten wir kaum Einwegplastiktüten. Heute werden sie nur wenige Minuten benutzt und verschmutzen unsere Umwelt jahrzehntelang“, beklagte Potocnik und betonte, dass einige europäische Länder bereits Maßnahmen ergriffen hätten.
Seit dem 1. Januar 2011 ist in Italien die Ausgabe von Plastiktüten in Geschäften und Supermärkten verboten. Dies stellt eine Art kleine kulturelle Revolution in dem Land dar, das allein für fast ein Viertel aller in Europa verbrauchten Plastiktüten verantwortlich ist.
Vor sieben Jahren führte Irland als erstes Land eine Steuer von 5 Cent auf Einwegplastiktüten ein. Infolgedessen sank die Anzahl der Einwegplastiktüten um 90 %.
Französische Einzelhändler geben an, durch Aufklärungskampagnen für Verbraucher Maßnahmen ergriffen zu haben. „Die Anzahl der in Supermärkten ausgegebenen Plastiktüten sank von 10 Milliarden im Jahr 2002 auf 1 Milliarde im Jahr 2009“, so der französische Handelsverband, der vier Jahre lang vehement gegen die Einführung einer ähnlichen Steuer in Frankreich gekämpft hatte. Dies erwies sich als Zeitverschwendung. Nach der darauffolgenden Kontroverse stimmten die Abgeordneten schließlich im Rahmen des Finanzgesetzes von 2011 für die Einführung einer Steuer auf Einkaufstüten, unabhängig davon, ob diese kostenlos oder kostenpflichtig sind, da sie nicht biologisch abbaubar sind.
Kommentare (0)
Es gibt noch keine Kommentare. Sei der Erste, der einen Beitrag schreibt!